Dresdner Bahn spaltet den Süden Tempelhofs

Ein Selbstversuch

Inzwischen der zweite frühlingshafte Tag diesen Jahres: Temperatur am Vormittag schon ca. 15° C. Da lockt es schon, mit dem Fahrrad eine Runde zu drehen und sich das Füßescharren und Rumoren bezüglich der Dresdner Bahn im realen Leben anzuschauen.

In den letzten Wochen habe ich in der Zeitung verfolgt, dass die Bauarbeiten für die Dresdner Bahn, die auch den Flughafen BER bedienen soll, nun nach langer Zeit – verzögert u. a. durch Gerichtsverfahren – Gestalt annehmen sollen. Schon seit einiger Zeit habe ich beim Radeln mitbekommen, dass in der Umgebung der S-Bahnlinie S2 Rodungs- und Bauarbeiten stattfinden.

Durch die Presse ging dann die Mitteilung der Deutschen Bahn, den Bahnübergang an der Säntisstraße während der Bauarbeiten an der Dresdner Bahn schließen zu wollen und eine Behelfsbrücke für Fußgänger (und Radfahrer?) aufzubauen. Als die Brückenteile vor dem Aufbautermin dort schon lagerten, konnte ich feststellen, dass die Fußgängerbrücke nicht barrierefrei sein würde. Das wurde in zahlreichen Zeitungsberichten rings um den Bautermin berichtet. Mit einer nicht barrierefreien Fußgängerbrücke werden die Ortsteile Marienfelde und Mariendorf faktisch voneinander getrennt: Die Dresdner Bahn spaltet also den Süden Tempelhofs.

Ich begebe mich also selbst auf die Piste und schaue mir das Ganze einmal an. Zum Nachfahren kann man an der Kreuzung B96/Tauernallee/Säntisstraße beginnen und kehrt am Ende hierhin wieder zurück.

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