Reisen

Neben dem Radfahren allgemein werden auch Fahrradreisen immer beliebter. Schon 2003 war im Online-Zeitmagazin zu lesen, dass vornehmlich ältere Menschen an Radreisen interessiert sind, wobei der größte Teil seine Fahrradtouren am liebsten selbst plant. Wir haben schon viele mehrtägige Radtouren in den Ferien unternommen, wobei wir ganz unterschiedliche Konzepte ausprobiert haben.

Radeln mit Reisebüros

Anfangs haben wir unsere Radreisen bei entsprechenden Reisebüros gebucht und deren Vollservice in Anspruch genommen. Das hat natürlich seinen Preis: Die Hotels sind vorgebucht – damit sind die zurückzulegenden Tagesstrecken vorgegeben – und das Gepäck wird von Hotel zu Hotel gefahren. Hinzu kommt in den meisten Fällen, dass ein Reparatur- und Ersatzservice eingeschlossen ist: hat man eine Panne, wird diese von einem örtlichen Fahrradservice behoben, gibt es einen Totalschaden bzw. einen irreparablen Defekt, wird das Fahrrad ausgetauscht. Dies hat auf den von uns gebuchten Reisen immer vorbildlich geklappt – man musste allerdings einen nicht unbedeutenden Zeitverlust hinnehmen, weil die Panne nicht von einer Minute auf die andere behoben werden kann.

Bei der Buchung kann man in der Regel zwischen zwei unterschiedlichen Hotelkategorien auswählen; meist werden Vier-Sterne-Hotels angeboten, das hängt auch in der Regel von den Gegenden ab, die man befährt. So haben wir in Masuren (Polen) auch recht einfache Unterkünfte gehabt, die aber nicht schlecht waren. Aber sonst haben wir keine schlechten Erfahrungen gemacht – nicht einmal am viel befahrenen Donauradweg.

Die meisten organisierten Radtouren haben wir mit Velotours gemacht. Dieses Unternehmen ist schon lange am Markt und sehr erfahren. Von der Buchung bis zum Genuss der Radtour können wir nur über vorbildliche Betreuung berichten. Auf demselben Niveau operieren Velociped und Mecklenburger Radtour.

Radeln in eigener Regie

Es dauerte nicht allzu lange, dass ich auf die Idee kam, die Reisen selbst zu planen und in eigener Regie zu fahren. Im Laufe der Jahre hatte sich das Internet so weit entwickelt, dass man alle Planungsschritte mit seiner Hilfe selbst vornehmen konnte – was ich dann auch genutzt habe.

Für die Routenplanung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Routenplanung klassisch
    Eine Landkarte und ein gedruckter Reiseführer sind auch heute noch keine schlechte Wahl. Für Deutschland gibt es inzwischen nahezu flächendeckend entprechende Literatur (s. auch Ausflüge), auch bieten die Tourismusagenturen der unterschiedlichen deutschen Ferienregionen vielfältiges Material an, das man zur Reiseplanung benutzen kann.
  2. Routenplaner im Internet
    Auf gpsies.com oder bikemap.net kann man mittels einer Browser-App Routen planen. Bei beiden Portalen kann man die Routen interaktiv online planen und herunterladen, um sie dann auf ein GPS-Gerät zu kopieren. gpsies scheint ein privates Projekt zu sein, hinter bikemap steht eine österreichische GmbH, die mit ihrem Angebot sicherlich auch Geld verdienen möchte. Bestimmt gibt es zu diesem Zweck auch noch andere Internetportale, die mir nicht bekannt sind. Google-Maps ist hier ein Sonderfall, denn es kann theoretisch jeder zum selben Zweck nutzen, der über ein Smartphone mit Internet-Anbindung verfügt. Google-Maps eignet sich sogar zum Online-Routing – sofern man unterwegs eine Netzverbindung hat. Damit kann man es anstelle eines Navigationssystems benutzen – es sei denn, man gerät in ein Funkloch. Außerdem ist ein leistungsstarker Akku vorausgesetzt.
  3. Routenplanung am PC
    Besitzer eines  GPS-Gerätes von Garmin können sich glücklich schätzen, wenn sie denn über ein Windows-Betriebssystem verfügen: sie können die Software Basecamp zur Planung (und Auswertung) ihrer Routen benutzen. Basecamp ist ein ziemlich leistungsfähiges Programm, schluckt aber auch viel Prozessorleistung. Unter Linux bieten sich die Programme QLandkarte GT und QMapShack an.