Um den Müggelsee nach Rüdersdorf

An einem Sonntagmorgen beginnen wir unsere Radtour in Berlin Köpenick an der Bölschestraße, die normalerweise sehr belebt und geschäftig ist, aber nun recht schläfrig wirkt. Schnell erreichen wir den Spreetunnel und fahren durch die Kammerheide am Ufer des Müggelsees auf dem Spreeradweg bis zum Müggelheimer Damm. Vor uns liegen als Herausforderung die Kanonenberge, auf deren Gipfel sich der Müggelturm befindet. Zum Glück müssen wir nicht bis ganz oben die 8% Steigung fahren, sondern dürfen vorher in ebenes Gelände abbiegen und um die Anhöhe herum zu idyllisch gelegenen Teufelssee fahren.

Von dort geht es weiter zum Restaurant Rübezahl (früher legendärer Ausflugsort), wo wir wieder auf den Spreeradweg treffen. Auf dem vorbildlich ausgebauten Radweg fahren wir durch den Wald immer dicht am Ufer des Müggelsees entlang durch Müggelheim und Rahnsdorf nach Erkner. Wir durchqueren Erkner und fahren weiter in Richtung Fangschleuse. Hinter der Brücke über die Löcknitz biegen wir ab nach links und halten uns in Richtung Woltersdorf; die Strecke ist allerdings alles andere als angenehm (Waldboden mit Wurzeln, märkischer Sand) – die Aussicht auf das Wasser entschädigt. In Woltersdorf stoßen wir auf den Radweg „Rund um Brandenburg“. Natürlich besuchen wir hier die Liebesquelle.

Wir radeln lange durch die Rüdersdorfer Heide – alles Waldgebiet – vorbei am Seebad Rüdersdorf zum Kalksteintagebau. Hier fahren wir entlang der Grube und können manchen Blick in die Tiefe erhaschen. Bald erreichen wir den Eingang zum Museumspark Rüdersdorf. Wer möchte, kann nun einen interessanten Einblick in die Geschichte des Kalksteintagebaus erhalten. Wir haben dies bereits vorher getan und fahren weiter.

Die folgende Strecke bis Schöneiche ist nicht sonderlich spektakulär, man fährt über Wiesen und Felder, manchmal durch Siedlungsgebiet oder am Waldrand entlang. Der Schlosspark in Schöneiche ist uns leider entgangen – schlecht ausgezeichnet. Dafür haben wir den Kleinen Spreewald Park besucht – wirklich lohnenswert. Von hier müssen wir relativ weit durch das Siedlungsgebiet von Schöneiche fahren, um schließlich durch den Wald zum S-Bahnhof Rahndorf zu gelangen. Immer entlang der Bahnstrecke erreichen wir schließlich unseren Ausgangspunkt in der Bölschestraße.

Dank GPS konnten wir ohne Umwege und Irrfahrten die Radtour beenden. Wir haben uns hier beim Klaras-Verlag in Berlin-Lichtenrade bedient: auf seinen Webseiten bietet er u.a. auch GPX-Tracks zum Herunterladen an, die man auf dem eigenen GPS-Gerät nutzen kann. Schon seit vielen Jahren sind die sehr liebevoll gestalteten Wander- und Radtour-Bücher für uns eine wahre Fundgrube für tolle Erlebnisse in Berlin und Brandenburg.

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