Vom Götakanal in die unendlichen Wälder

Dies sei vorausgeschickt: in Schweden gibt es keine gegenseitige Phobie zwischen Fußgängern und Radfahrern. In den Städten, die wir bereist haben, waren gemeinsame Geh- und Radwege beschildert und in der Regel mindestens vier Meter breit.

Es war keine einfache Tour von den körperlichen Anforderungen her; dies hängt natürlich von den jeweils persönlichen Voraussetzungen ab: wir sind zwar nicht mehr ganz jung, aber dennoch recht fit. Eine bekannte Radreisen-Agentur hat den Götakanal in ihrem Programm (sie war letztlich Inspiration für unsere Unternehmung), stellt allerdings die Anforderungen an den Radler/die Radlerin als recht leicht dar. Gefühlt ging es jedenfalls mehr bergauf als bergab…  😛 In den jeweiligen Beiträgen zu den Etappen werden wir auch ein Höhenprofil veröffentlichen.

Unsere Radreisen sind meist ohne Auto geplant. Nach Internet-Recherchen haben wir festgestellt, dass die Fahrradmitnahme in der schwedischen Eisenbahn nicht ohne Weiteres möglich ist. Auch die Fahrzeiten zu unserem Ausgangspunkt Norrköping waren abenteuerlich. Deswegen haben wir diesmal die Fahrräder auf unser Auto geladen und sind an den Ausgangspunkt unserer Radreise in zwei Etappen gefahren: Berlin – Sassnitz (Auto), Sassnitz – Trelleborg (Fähre), Trelleborg – Lund (Auto, Übernachtung), Lund – Norrköping. Ob die Strecke über die Insel Rügen nach Sassnitz so ideal ist, muss man sich aus umweltlichen und zeitlichen Überlegungen noch einmal genauer anschauen.

Sprachlich muss man sich nicht sonderlich vorbereiten, denn in Schweden wird im Allgemeinen sehr gut englisch gesprochen. Merkwürdigerweise passierte es uns ziemlich häufig, dass – wenn wir uns in Gegenwart von Schweden auf Deutsch unterhielten – wir auf Deutsch auch angesprochen wurden.

In Schweden wird kein Bargeld mehr gehandelt. Das war eine Information aus dem vergangenen Jahr, die Björn Kristian Ulvaeus (Mitglied der einstigen Pop-Gruppe ABBA) als bekannte Leitfigur engagiert bewarb. Das trifft bis auf ganz wenige Ausnahmen zu, die hier noch dokumentiert werden sollen.

Hier nun ein Gesamtüberblick über die Tour:

Insgesamt sind wir 500 km an sieben Tagen gefahren. Bei der erwähnten Radreise des Reiseveranstalters sind es nur ca. 380 km in der gleichen Zeit.

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