Leaflet: Die Würfel sind gefallen…

Never…

change a running system. Das wissen alle, die sich aktiv mit Technik beschäftigen. Jetzt habe ich mich schon etliche Jahre mit der Gestaltung und Zusammenstellung von digitalen Landkarten mit Hilfe von OpenStreetMap, OpenLayers und Javascript auseinandergesetzt – habe auch mal ein wenig in benachbarte Programmierbereiche geschaut -, plötzlich bekomme ich einen Rappel und wechsele auf ein anderes Programmierframework: Leaflet. Meine ersten Gehversuche hatte ich schon vor einiger Zeit durchgeführt, sah aber noch keine Veranlassung, meine Arbeit mit OpenLayers aufzugeben.

Schlank und schön?

Um Geodaten für den Endanwender leicht verständlich und problemlos handhabbar aufzubereiten – z. B. in Landkarten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und/oder Themen (Straßen-, Wander-, Freizeit-, Wetterkarten uvm.) – muss jemand entsprechende Programmierarbeit leisten. Hier reichen nicht mehr nur einfache HTML-Dokumente aus, weil die Karten interaktiv sein sollen und auf Benutzereingaben mit Tastatur und Maus reagieren müssen. Dazu muss Programmcode ausgeführt werden – meist wird Javasscript verwandt.

Um es kurz zu machen: Die Anbieter von raumbezogenen Informationen (Geoinformationssysteme wie ESRI/ArcGIs, Mapbox, Mapquest, OpenStreetMap, Google Maps, Bing Maps usw.) bieten meist auch Programmierbibliotheken für den Zugriff auf ihre Daten an. Solche Bibliotheken werden auch API (Application Programming Interface, Anwendungsprogrammierschnittstelle 😉 ) genannt. Die von mir bisher zur Kartendarstellung bisher benutzte API OpenLayers ist zwar mächtig und gut programmiert, aber sehr umfangreich; in die Dokumentation muss man sich gründlichst einlesen – sie ist nur für Menschen mit guten Programmierkenntnissen sinnvoll benutzbar, die dargebotenen Beispiele in der Dokumentation fallen sehr knapp aus.

Die zurzeit von mir in Erprobung befindliche API Leaflet ist auch sehr mächtig und erlaubt – wie OpenLayers – den Zugriff auf sehr viele Geoinformationssysteme, sie ist aber in ihrer Systemarchitektur recht schlank und kann durch sogenannte Plugins um zusätzliche Funktionalität erweitert werden. Besonders hat mich von Leaflet überzeugt, dass es ganz einfach ist, mit Hilfe von Javascript einen Marker auf einer Karte zu platzieren, der bei einem Mausklick ein Popup mit einem erklärenden Text anzeigt. Um dies mit OpenLayers zu erreichen, habe ich bestimmt ein halbes Jahr Dokumentationen durchlesen müssen, um mir ein eigenes Plugin für diese einfache Sache schreiben zu können.

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