Über den Wolken

Die IGA in den Gärten der Welt ist nun schon ein Weilchen vorbei – endlich konnten wir uns aufraffen, wieder einmal die Gärten der Welt in Berlin-Marzahn aufzusuchen, um die Seilbahn auszuprobieren. Die Anfahrt mit dem Fahrrad am (freiwillig) autofreien Sonntag wählten wir durch die Königsheide, den Volkspark Wuhlheide und schließlich auf dem Wuhletal-Wanderweg. Nach zwei sehr trockenen Sommern sind die Wege durch die waldbestandenen Parks nicht unbedingt für Radfahrer gut passierbar, weil man sich häufig durch tiefen Sand kämpfen muss. Aber zumindest kann man hier abseits vom Autoverkehr entspannt radeln.

Sehenswertes

Im Volkspark Wuhlheide liegt der Modellpark Berlin-Brandenburg. Hier kann man berühmte Bauwerke aus Berlin und dem umgebenden Bundesland im Maßstab 1:25 bewundern. Ein kleines Stückchen weiter befindet sich das Freizeit- und Erholungszentum Berlin (FEZ) – Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Hier finde ich sehr bemerkens- und besuchenswert die Parkeisenbahn, die sich auf dem Gelände befindet, aber augenscheinlich nicht mehr Teil des FEZ ist. Hier können Kinder und Jugendliche eine Ausbildung als Stationsvorsteher oder Lokomotivführer absolvieren. Das hätte ich auch gern gemacht – ich bin Wessi und durfte in meiner Kindheit dort nicht hin.

Der Wuhletal-Wanderweg führt uns am Flüsschen Wuhle entlang, dass 2019 nach zwei sehr trockenen Sommern fast nur noch ein Rinnsal ist. Trotzdem ist der Weg recht idyllisch zumal Teile des Wegs saniert oder neu angelegt wurden. Radfahrende müssen sich den Weg aber mit Wanderern teilen.

An den Gärten der Welt angekommen, stellen wir fest, dass an der Talstation der Seilbahn – der unser besonderes Interesse gilt – weder Fahrradständer noch -bügel vorhanden sind. Ein großes Manko! Man muss allerdings wissen, dass die Seilbahn nicht Bestandteil der von der Grün Berlin GmbH betriebenen Gärten der Welt ist. Die drei Seilbahnstationen liegen außerhalb des IGA-Geländes.

Wir buchen für 4,– € eine einfache Fahrt und fahren mit der Seilbahn bis zur Bergstation Wolkenhain. Von hier ist es nicht weit zum Aussichtsturm auf dem Kienberg, von dem wir bei herrlichem Sonnenwetter weit bis nach Brandenburg schauen können. Die auf der Aussichtsplattform installierten Fernrohre können kostenfrei benutzt werden. Wir fahren nach ausgiebiger Rundsicht zur östlichen Talstation.

„Per pedes apostolorum“ wandern wir nun wieder nach Westen um zum (ehemaligen) IGA-Gelände zu gelangen. Da wir vorher die Gärten der Welt schon mehrfach besucht haben, beschränken wir uns bei der Besichtigung auf wesentliche Neuerungen, die mit der Internationalen Gartenausstellung einher gingen: Es gibt eine Darstellung von kunstvollen Garteninstallationen internationaler Künstler, die es wert sind, besucht zu werden. Auch der englische Garten war uns bisher unbekannt.

Auf dem Heimweg fahren wir direkter ohne „grüne“ Umwege. Dabei fahren wir am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und der Trabrennbahn Karlshorst vorbei.

Blick in die Karte

 

 

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